Jens Jürgen Huber

„Kunst ist für mich eine universelle Sprache, die Jahrtausende überdauert und die überall auf der Welt verstanden werden kann. Es gilt, sie zu dechiffrieren, ihren innersten Kern zu entdecken und zu erspüren.“ Jens J. Huber, 2015

„Reste von zerstörten Puppen, Spielzeug und Geräten der Zivilisation sind für mich als Material besonders reizvoll. Sie symbolisieren, weggeworfen, beschädigt und vom Zahn der Zeit bearbeitet, in besonderem Maße unsere Wegwerf-Gesellschaft.
Als Zeugen unserer Mentalität stellen sie bildlich dar, dass der gedankenlose Konsum und das unreflektierte Verbrauchen der Ressourcen der Natur nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder und Kindeskinder langfristig unumkehrbar schädigt und die Lebensgrundlagen entzieht. Wir sind bereits lange kollektiv auf dem Weg, die Welt, die uns hervorbrachte durch unser Verhalten so zu ändern, dass sie uns irgendwann bizarr und unwirklich vorkommen wird und wir keinen Platz in ihr mehr finden. Die Evolution wird uns in der von uns veränderten Natur nicht mehr überleben lassen.“

Text: Ulla Ruths

Jens Jürgen Huber